„Vor einem großen Walde“

Dalmonia Rognean   

Projektbeschreibung

Der Wald gilt in der archaischen Kultur, Märchen- und der fantastischen Literatur als immer neu modellierbare Projektionsfläche für Wünsche, Fantasien, Ängste und Visionen.

Dieser grenzt die von Menschen unter Kontrolle gehaltene Siedlung vom Ungewissen, Bedrohlichen aber Verheißungsvollen ab. Er ist ein Ort der einfängt, ohne Horizonte, geprägt von Furcht. Er konstituiert aber dadurch einen Rahmen für die Wandlung und Weiterentwicklung der Helden. Dessen erlebte Transzendenz erweist sich als Eigenschaft des Waldes — das lange, scheinbar unendliche Leben der Bäume grenzt sich von der Endlichkeit der menschlichen Lebensdauer ab. Dieser Ort, der die Reflexion über die menschliche Existenz in sich trägt, bietet nun Raum für die ambivalente Entfaltung des Guten und des Bösen.

„Vor einem großen Walde” ist ein Projekt über die menschliche Begrenztheit, hervorgehoben durch die Mystifizierung der Landschaft. Es konstruiert sich aus Erinnerungen, Fantasie und Rabenruf am Rande eines Waldes.

Biografie

Dalmonia Rognean wurde 1993 in Brașov, Rumänien geboren und lebt seit 2012 in Wien.

Bei ihrem 2016 abgeschlossenen Studium von Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien entwickelte sie ihr Interesse an dokumentarischer und konzeptueller Fotografie. Dabei ist sie an sozialen und kultur-anthropologischen Themen interessiert, die sie mittels philosophischen Ansätzen visuell untersucht.

Derzeit befindet sie sich vor ihrem Abschluss des Kollegs für “Fotografie und audiovisuelle Medien” an der Graphischen in Wien.