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Hyun Jang

Fake Nostalgia, 2025

Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Leben als Fremde in Deutschland und die zunehmende Entfremdung von meinem Geburtsland Korea sind der Ausgangspunkt für meine Arbeit. Die Sehnsucht nach einer unerreichbaren Heimat dient mir als künstlerische Strategie, um das globale Phänomen der medialen Reproduktion von Natur und die Transformation der Natur in ein standardisiertes Konsumgut zu untersuchen. 
​​In dieser Serie, die eben jene Wirkungskraft von Distanz und Imagination aufgreift, werden meine Stillleben zu fiktiven Welten. Sie lösen ein Déjà-vu aus und verweigern die Zuordnung zu realen Orten. Die Bildkompositionen hinterfragen global zirkulierende Naturbilder: Kataloge, Kalender und Produktverpackungen präsentieren idealisierten Naturkitsch ohne Aura – Bildsimulakren, die sich durch ständige Reproduktion von der Wirklichkeit entfernt haben. Die glatten Oberflächen und die künstlichen Objekte evozieren Momente des Unheimlichen. Zwischen individueller Erinnerung und Landschaften in Bildern spüre ich nach, wie diese »verpackte Natur« unsere Vorstellung von Vertrautheit und Fremdheit stört. 

Biografie

Hyun Jang, *1994 in Gwangju (KR); lebt und arbeitet in Essen (DE). Nach dem Studium der Malerei an der Kookmin University (BA) schloss sie das Studium in Fotografie (BA) an der Folkwang Universität der Künste Essen ab, wo sie derzeit das Masterstudium absolviert. 2026 erhielt sie eine Förderung durch den Diversitätsfond NRW und ist dort als Co-Leiterin eines künstlerischen Projekts tätig. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Spinnerei Leipzig ausgestellt. Ihre Publikationen präsentierte Jang beim f2 Fotofestival Dortmund sowie auf der Miss Read Berlin.