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Mark Chehodaiev

Hotel Europa, 2023

Die Fotoserie befasst sich mit touristischer Infrastruktur in Österreich, die ursprünglich für Erholung oder Freizeitaktivitäten gedacht war. Nun werden die verfallenden Hotels und Ferienanlagen umgenutzt und dienen als Unterkünfte für Geflüchtete, Vertriebene aus aller Welt und jene Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen.
Diese Orte und ihre Bewohner:innen leben in einem seltsamen Zustand, in dem das »Vorübergehende« zum Dauerzustand wird. Finanzielle und gesundheitliche Einschränkungen erschweren die Integration und führen zu einem abgeschotteten Leben innerhalb des Hotels. Da sie aufgrund der Gesetzeslage kein festes Zuhause selbst wählen dürfen, sind sie gezwungen, sich an das Verfügbare anzupassen. Die historischen Orte und ihre Bewohner:innen verändern sich gegenseitig. Das aktuelle Erscheinungsbild der Hotels wird durch die Anwesenheit der Menschen geprägt. Indem ich das Innere dieser Übergangs-Orte zeige, halte ich die Lebensrealität von Vertriebenen und die Nebenwirkungen von Kriegen und Flucht fest.

Biografie

Mark Chehodaiev, *1997 in Kiew (UA); lebt und arbeitet seit 2021 in Wien (AT). Chehodaiev beschäftigt sich mit ortsspezifischen Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Installation und Intervention. Er studierte Bühnenbild und Kinematografie an der Nationalen Akademie für Bildende Künste und Architektur (MA) und schloss 2019 den Studiengang Zeitgenössische Kunst an der Akademie für Medienkunst in Kiew ab. Derzeit studiert er ortsspezifische Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien.