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Ulrike Unterbruner

Wohlstand verpflichtet!, 2026

Meine Arbeit beginnt dort, wo die Gewohnheit den Blick trübt. Es geht mir nicht um die Abbildung von Realität, sondern um die Darstellung von im Alltag ausgeblendeten Widersprüchen. In zwölf satirischen Fotokompositionen verarbeite ich konsumorientierte Lebensweise im deutschsprachigen Raum, die das Klima maßgeblich beeinflusst. Ich betreibe eine visuelle Spurensicherung unserer Lebensgewohnheiten, mit einem Augenzwinkern, aber ohne Ausrede. 

Meine Bilder entstehen in einem mehrstufigen Prozess der Dekonstruktion und Rekomposition. Fotografie ist für mich dabei ein Werkzeug der Inszenierung: Ich fotografiere Selbstportraits vor einer Kulisse und ergänze gelegentlich mit generativer KI.

In den Bildern verkörpere ich Prototypen des Wohlstands, deren Lebensstil in starkem Widerspruch zur ökologischen Realität steht. Jedes Portrait wird durch ein Zitat der jeweiligen Figur ergänzt, was die Ambivalenz zwischen Selbstbild und globaler Wirkung zuspitzt.

Biografie

Ulrike Unterbruner, *1953 in Linz (AT); lebt und arbeitet in Salzburg (AT). Nach einer Karriere als Universitätsprofessorin im Fachbereich Didaktik der Naturwissenschaften widmet sich Unterbruner seit 2018 der künstlerischen Fotografie. Ihre Ausbildung umfasst den Lehrgang sowie das Diplomjahr für Angewandte und künstlerische Fotografie an der Prager Fotoschule. Neben abstrakten Arbeiten liegt ihr Schwerpunkt auf konzeptioneller Fotografie mit thematischem Bezug zu Umwelt und Gesellschaft.