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Oliver Schützinger

Idylle, 2025

Während das Landleben oft als romantische, entschleunigte Alternative zum Leben in der Stadt dargestellt wird, zeigt diese Arbeit die Fassade einer Idylle, die längst Risse bekommen hat. Statt imposanter Landschaftsbilder sind unordentliche Höfe zu sehen, die nachhaltigen Einflüsse des Menschen auf die Natur sowie die inneren Widersprüche des österreichischen Charmes abgebildet.

Die Serie beschäftigt sich mit dem Zurückgelassenen, Vergessenen, Weggeworfenen; mit dem, was bleibt. Dabei schwingt in jedem Bild die Spannung zwischen Natur und Kultur, natürlicher Ordnung und menschlichem Chaos, Leben und Verfall mit. So entsteht eine fotografische Reflexion über Sehnsucht und Zerfall und die Dualität von Ideal und Realität.»Idylle« ist kein Abgesang, sondern eine stille Beobachtung, ein Versuch, in den Rissen und Resten des Alltäglichen jene fragile Schönheit zu entdecken, die dem Begriff der Idylle heute eine neue, zeitgemäße Bedeutung verleihen kann.

Biografie

Oliver Schützinger, *2009 in Graz (AT); lebt und arbeitet ebenda. Schützinger besucht die dritte Schulstufe an der HTBLVA Ortweinschule Graz im Zweig Fotografie und MultimediaArt. Neben Abschlussausstellungen an der HTBLVA Ortweinschule wurden seine Arbeiten auch im Fotomonat Graz ausgestellt.  Er beschäftigt sich mit der Natur und dem Menschen, Strukturen und Formen sowie der Wirkung der Bilder auf die Betrachtenden.